
Häufige Fragen zur Insolvenzberatung (FAQ)
Viele Besucher suchen nach klaren Antworten rund um die Themen Firmeninsolvenz, Regelinsolvenz und Privatinsolvenz. Genau deshalb haben wir diese FAQ‑Seite erstellt. Der SEO‑Titel dieser Seite lautet: „Häufige Fragen zu Firmeninsolvenz, Regelinsolvenz & Privatinsolvenz (FAQ)“ – und er spiegelt die wichtigsten Anliegen wider, die Unternehmer und Privatpersonen in einer finanziellen Krise beschäftigen.
Im Folgenden beantworten wir die häufigsten Fragen verständlich, kompakt und rechtssicher. Die Antworten helfen dabei, die Unterschiede zwischen den Verfahren zu verstehen, Haftungsrisiken zu vermeiden und den passenden Weg aus der finanziellen Belastung zu finden.
FAQ zu Firmeninsolvenz, Regelinsolvenz und Privatinsolvenz
1. Was ist der Unterschied zwischen Privatinsolvenz und Regelinsolvenz?
Die Privatinsolvenz gilt für natürliche Personen, die nicht mehr selbstständig sind und keine Arbeitnehmerforderungen gegen sich haben. Die Regelinsolvenz gilt für: – aktive Selbstständige – ehemalige Selbstständige mit 20+ Gläubigern – Personen mit Schulden aus Arbeitsverhältnissen (Löhne, Sozialabgaben) – Personen mit betrieblichen Schulden
Sonderfall: Auch bei abgemeldetem Gewerbe bleibt es eine Regelinsolvenz, wenn Arbeitnehmerforderungen bestehen.
2. Wann muss ich eine Firmeninsolvenz anmelden?
Eine Firmeninsolvenz ist zwingend, wenn Zahlungsunfähigkeit oder Überschuldung vorliegt. Geschäftsführer einer GmbH/UG haben eine maximale Frist von 3 Wochen, um den Antrag zu stellen.
Sonderfall: Bei drohender Zahlungsunfähigkeit kann ein Antrag gestellt werden, um Sanierungschancen zu nutzen.
3. Hafte ich als Geschäftsführer persönlich?
Grundsätzlich haftet die GmbH/UG. Persönliche Haftung entsteht bei: – verspäteter Antragstellung – nicht abgeführten Sozialabgaben – Steuerhinterziehung – verbotenen Zahlungen nach Insolvenzreife
Sonderfall: Private Bürgschaften oder persönliche Darlehensverträge führen immer zur Privatinsolvenz‑Gefahr.
4. Wie lange dauert eine Privatinsolvenz?
Regelfrist: 3 Jahre bis zur Restschuldbefreiung.
Sonderfall: Bei fehlender Mitwirkung kann das Gericht die Restschuldbefreiung versagen.
5. Wie lange dauert eine Regelinsolvenz?
Ebenfalls meist 3 Jahre, abhängig von: – pfändbaren Beträgen – Mitwirkung – Komplexität der Vermögenslage
Sonderfall: Bei Unternehmen kann das Verfahren länger dauern, wenn umfangreiche Vermögenswerte verwertet werden müssen.
6. Wie lange dauert eine Firmeninsolvenz?
Durchschnittlich 1–3 Jahre, abhängig von: – Anzahl der Gläubiger – Vermögenswerten – laufenden Verträgen
Sonderfall: Eigenverwaltungen sind oft schneller abgeschlossen.
7. Kann ich während der Privatinsolvenz arbeiten?
Ja, und es ist ausdrücklich erwünscht. Sonderfall: Selbstständigkeit ist möglich, aber nur mit Zustimmung des Insolvenzverwalters.
8. Kann mein Unternehmen während der Insolvenz weiterlaufen?
Ja, häufig möglich. Optionen: – Eigenverwaltung – Regelverfahren mit Zustimmung des Verwalters
Sonderfall: Bei Masseunzulänglichkeit kann der Betrieb trotzdem weitergeführt werden.
9. Was passiert mit meinem Konto?
Privatpersonen benötigen ein P‑Konto. Unternehmen behalten Geschäftskonten, jedoch unter Kontrolle des Verwalters.
Sonderfall: Banken dürfen Konten nicht ohne Grund kündigen, tun es aber oft – dann ist schnelles Handeln nötig.
10. Was passiert mit meinem Auto?
Privatpersonen dürfen notwendige Fahrzeuge behalten (z. B. Arbeitsweg). Firmenfahrzeuge werden meist verwertet.
Sonderfall: Leasingfahrzeuge können vom Verwalter freigegeben oder gekündigt werden.
11. Welche Unterlagen brauche ich für den Insolvenzantrag?
– vollständige Gläubigerliste – Verträge – Steuerunterlagen – Kontoauszüge – Vermögensübersicht
Sonderfall: Bei Firmen zusätzlich Jahresabschlüsse, BWA, Lohnunterlagen, Sozialversicherungsnachweise.
12. Kann ich Schulden aus Selbstständigkeit in die Privatinsolvenz nehmen?
Ja, wenn: – Selbstständigkeit beendet – weniger als 20 Gläubiger – keine Arbeitnehmerforderungen
Sonderfall: Auch Steuerschulden sind privat insolvenzfähig.
13. Was ist eine außergerichtliche Einigung?
Ein Vergleich mit Gläubigern, um ein Insolvenzverfahren zu vermeiden.
Sonderfall: Bei Firmen oft als Sanierungsvergleich genutzt.
14. Was ist die Restschuldbefreiung?
Der gesetzliche Schuldenerlass nach 3 Jahren.
Sonderfall: Forderungen aus Straftaten, Unterhalt oder Bußgeldern bleiben bestehen.
15. Was passiert mit Steuerschulden?
Steuerschulden sind in allen Verfahren insolvenzfähig.
Sonderfall: Steuerstrafen sind nicht restschuldbefreiungsfähig.
16. Kann ich während der Insolvenz ein neues Gewerbe anmelden?
Ja, aber nur mit Zustimmung des Verwalters.
Sonderfall: Bei Firmeninsolvenz kann der Verwalter selbst entscheiden, ob der Betrieb fortgeführt wird.
17. Was ist die Insolvenz in Eigenverwaltung?
Das Unternehmen bleibt unter Führung der Geschäftsleitung, begleitet durch einen Sachwalter.
Sonderfall: Wird nur genehmigt, wenn keine Pflichtverletzungen vorliegen.
18. Was ist ein Insolvenzplan?
Ein Sanierungsinstrument, um Unternehmen zu erhalten oder schneller zu entschulden.
Sonderfall: Auch Privatpersonen können einen Insolvenzplan nutzen.
19. Was passiert mit meinem Gehalt?
Der pfändbare Teil wird abgeführt.
Sonderfall: Bei schwankendem Einkommen (z. B. Provisionen) wird monatlich neu berechnet.
20. Was passiert mit meinem Haus?
Privatpersonen verlieren Immobilien meist, wenn sie nicht gehalten werden können.
Sonderfall: Bei Miteigentum kann der Verwalter nur den Anteil verwerten.
21. Kann ich während der Insolvenz umziehen?
Ja, aber der Verwalter muss informiert werden.
Sonderfall: Bei Firmeninsolvenz kann ein Standortwechsel genehmigungspflichtig sein.
22. Was passiert mit laufenden Verträgen?
Der Verwalter entscheidet über Fortführung oder Kündigung.
Sonderfall: Mietverträge können mit verkürzter Frist gekündigt werden.
23. Was ist eine Masseunzulänglichkeit?
Wenn die Insolvenzmasse nicht ausreicht, um alle Kosten zu decken.
Sonderfall: Der Betrieb kann trotzdem weiterlaufen, wenn es wirtschaftlich sinnvoll ist.
24. Was ist eine Zahlungsunfähigkeit?
Wenn fällige Rechnungen nicht mehr bezahlt werden können.
Sonderfall: Eine Liquiditätslücke von mehr als 10 % gilt als kritisch.
25. Was ist eine Überschuldung?
Wenn das Vermögen die Schulden nicht deckt und keine positive Fortführungsprognose besteht.
Sonderfall: Bei Einzelunternehmern spielt Überschuldung keine Rolle – nur Zahlungsunfähigkeit.
26. Kann ich während der Insolvenz ein neues Konto eröffnen?
Ja, ein Basiskonto ist immer möglich.
Sonderfall: Banken dürfen die Eröffnung nicht verweigern.
27. Was passiert mit Unterhaltsschulden?
Sie sind nur eingeschränkt restschuldbefreiungsfähig.
Sonderfall: Vorsätzlich nicht gezahlter Unterhalt bleibt vollständig bestehen.
28. Was passiert mit Bußgeldern oder Strafen?
Diese sind nicht restschuldbefreiungsfähig.
Sonderfall: Auch Geldstrafen aus Strafverfahren bleiben bestehen.
29. Kann ich während der Insolvenz heiraten?
Ja, ohne Nachteile. Sonderfall: Das Einkommen des Ehepartners wird nicht herangezogen.
30. Was kostet ein Insolvenzverfahren?
Die Kosten können gestundet werden.
Sonderfall: Bei Firmeninsolvenz werden die Kosten aus der Masse bezahlt – nicht vom Geschäftsführer.
